Was ist deine Bestimmung und wie kannst du den Weg deines Herzens gehen?

Wenn ich etwas will, dann nur, weil ich es jetzt nicht habe und meine, ich bräuchte etwas. Etwas, das dem, was ich jetzt erlebe, hinzugefügt werden muss, damit das zukünftige Jetzt besser, voller, mehr ganz und glücklicher ist. Dann folge ich meinen Zielen, die der Verstand sich ausdenkt, um diese Zustände zu erreichen. Der Weg des Herzens ist aber immer ein Weg zur Hinwendung zur inneren Freude, zu dem, was wir gern tun, was uns Spaß macht, was uns begeistert oder irgendwie nicht mehr loslässt. Wir tun es einfach gern, was wir jetzt gerade tun und wollen da sogar noch tiefer eintauchen und uns damit beschäftigen. Wir tun es auch leichter. Es ist weniger Anstrengung und Anspannung dabei. Es ist lockerer, mehr fließend, auch irgendwie gewöhnlich, nicht der Rede wert, nichts besonderes, da es unsere Natur ist. Wir sind daran gewöhnt, können es, machen es, es fällt uns leicht. Somit ist es für uns normal und dennoch tun wir es gern, eben weil es normal, gewöhnlich, leicht und unbedeutend ist. Und genau deshalb ist es so bedeutend. Weil wir uns dem dann ganz hingeben können. Wir können das, was wir tun, entdecken, während wir es tun. Und wir können vor allem uns dabei entdecken. Der Kopf schaltet sich aus und das Tun schaltet sich ein.

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Wie uns Achtsamkeit helfen kann, im Alltag ruhiger und entspannter zu sein

Achtsamkeit ist immer mehr in aller Munde, da es die Stressempfindlichkeit senken, die Gelassenheit steigern und eine bessere Beziehung zu sich und anderen stärken soll. Doch was ist Achtsamkeit? Die meiste Zeit am Tag sind wir beherrscht von unserem Verstand und dessen Denkprozesse. Diese interpretieren rund um die Uhr unsere Erfahrungen mit der inneren und äußeren Welt, welche dann blitzschnell analysiert (in bedrohlich, harmlos, angenehm, unangenehm, etc.), verglichen (mit Erlebnissen aus der Vergangenheit und Erwartungen an die Zukunft), dann eingeordnet, kategorisiert und abgelegt werden. Wir befinden uns ständig in einer unbewussten Getriebenheit von Moment zu Moment, ohne dabei den jetzigen Moment wirklich bewusst zu erfahren. Wir sehen ihn überwiegend nur durch unsere Brille der Bewertungen und Vorstellungen und stehen meist mit einem Bein schon im nächsten Moment. Hektik, Stress, Unruhe und Nervosität sind nur einige Folgen.

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Brief an eine Freundin – über die Angst, nicht das in seinem Leben zu bekommen, was man will.

Nun sitz ich im Café allein – draußen, im Halbwarmen und fang einfach an dir zu schreiben. Gedanken und Ideen vorher zu ordnen, das wird doch eh nix. Einfach drauf los und im Nachhinein entwirren, so wird‘s jetzt gemacht!

Ich hab mich lang nicht getraut, dir zu schreiben, aus Furcht vor mir selbst. Nicht zu wissen, was ich schreiben soll im Hinblick auf schlaue Worte, gute Ratschläge, Weisheiten und Lebensfragen. Über meine Einstellung, die Sicht der Dinge, mein Befinden und die Beschaffenheit meiner Seele. Furcht deshalb, weil ich lange Zeit wieder gefangen war im Sog der Möglichkeiten, der Entscheidungsfragen, des Bewertens meiner jetzigen Situation in Gut und Böse, in Gefallen oder nicht Gefallen. Ich habe in letzter Zeit geistigen Widerstand geleistet gegen alles, was sich mir darbot und was sich nicht von jetzt auf gleich ändern lassen ließ.

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